Diese Gedichte schrieb mein Frauchen, meine Autorin
Marlies Strübbe-Tewes, für mich.


 


Juni

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Kater und Maus
 
Die kleine Maus, sie piept ganz keck:
„Du, Ernie, bist für mich kein Schreck!
Ich tanz   vergnügt in meinem Bau,
komm nicht heraus, ich bin ja schlau!“
 
Geduldig hockt am Mauseloch
der Ernie denkt »Ich krieg dich noch!«
Die Dämm rung kommt, der Tag sich neigt,
das freche Mäuschen ruft. „Es reicht!“
 
Sie streckt die Nase aus dem Bau,
nach links und rechts blickt sie genau.
Den Kater hat sie nicht entdeckt,
denn er hat sich im Moos versteckt.

 

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Juli
 

Kater Ernie: Meine Sahne
 
Der Terrassenstuhl lädt mich heut  ein
mit neuem Polster, weich und rein.
Gerade recht für meine Mittagsruh ,
dösen, schlafen, mach die Augen zu.
 
Doch – was ist das für Geklapper?
Das ist kein menschliches Geplapper!
Ach – mein  Zweibein deckt den Tisch,
Teller, Platten, Kuchen, Süßgemisch.
 
Ich schnuppre, rieche, hm, ich ahne,   
da steht die Schale mit der Sahne!
Köstlich, dieser weiße Schaum,
Schritte nahen, hör  ich kaum.
 
Ein schnell gezielter Satz,
mit meinem süßen Schatz
Terrassenstuhl ist Landeplatz!
 
Jetzt wird das neue Polster abgeschleckt,
besser wär s, du hätt s mich nicht erschreckt!

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August

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Kater Ernie: Sommerzeit
 
Endlich Sommerzeit!
Blauer Himmel, weit und breit!
Bienen summen in der Luft,
warmer, feuchter Wiesenduft!
 
Die Sonne brennt mir auf mein Fell,
ich brauche Schatten, auf der Stell.
An meinem dicken Buchsbaumball,
find ich den Platz für diesen Fall.
 
Hier ist es ruhig und nicht so heiß,
genüsslich träume ich von Sahneeis
von  zart gegrilltem  Fleischfilet,
mit feiner Sauce, mit  Gelee …
 
Nanu – was stört da meine Träume?
Ein Windstoß biegt die Tannenbäume!
Schnell spring ich auf, ich schau nach oben,
drohend am Himmel die Wolken toben!
 
 
Ein greller Blitz. Ein Donnerschlag!
Sturzregen prasselt auf mich herab!
Ich habe Angst, ich flieh ins Haus,
Sommerzeit – für  heute aus!

 

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